Den Armen in Barmen sollte in jedem Jahr eine Weihnachtsfreude gemacht werden. So hatte es der 1981 verstorbene Drogist Willibrord Lauer verfügt. Und genau so geschieht es seit 1983, wenn die Willibrord-Lauer-Stiftung in der Hauptverwaltung der Volksbank Wuppertal die Erträge aus den Immobilien des Barmer Menschenfreundes an die Vertreter der hiesigen Altenheime verteilt. Die Heimleiter wiederum leiten an die Sozialhilfe-Empfänger in ihren Einrichtungen traditionell je 100 Euro weiter, und in diesem Jahr konnte der neue Stiftungsgeschäftsführer Gerd von der Heyde einen symbolischen Scheck über 54.200 Euro an den Kuratoriumsvorsitzenden Peter Wiele und den neuen Stiftungsvorstand Hardy Burdach übergeben. 542 Bedürftige in 13 Barmer Heimen dürfen sich also über einen finanziellen Zuschuss zum Weihnachtsfest freuen.
Der testamentarisch festgehaltene Wille des Willibrord Lauer wurde mit einer von der Volksbank ehrenamtlich verwalteten Stiftung in die Tat umgesetzt, und – wie Gerd von der Heyde in seiner launigen Ansprache erklärte – blieb in diesem Jahr nach permanenter Optimierung der Bausubstanz der Häuser auf dem Barmer Werth aus den Mieterträgen dieser namhafte Betrag übrig, mit dem übrigens zwischenzeitlich mehr als 2,7 Millionen Euro an Ausschüttung überschritten wurden. „Schenken ist ein Brückenschlag über den Abgrund der Einsamkeit“ wurde Antoine de Saint-Exupery im Sinne Willibrord Lauers zitiert.
Heinz-Günter Wahle, der Vorstandsvorsitzende der Bank und gleichzeitig Kuratoriumsmitglied der Stiftung, betonte den Willen der Volksbank Wuppertal, soziale Verantwortung zu übernehmen und meinte: „Es ist ein gutes Gefühl, Menschen zu helfen.“
Text: Friedemann Bräuer