Ausschüttung Willibrord Lauer-Stiftung 2015

01.12.2015

 

Wer hätte das für möglich gehalten, so Heinz-Günter Wahle, aus dem Kuratorium der Lauer-Stiftung, dass wir einmal über eine so große Summe sprechen, die alten und armen Menschen in Barmen zu Gute gekommen ist.

Die Freude und Dankbarkeit, die uns von den älteren Menschen entgegengebracht wird, ist schon sehr rührend, so die Kuratoriumsmitglieder.

Hinter den Spenden der Lauer Stiftung steckt die Geschichte eines „Menschenfreundes“, die von Willibrord Lauer, der 1981 ein entsprechendes Testament hinterlassen hat, aus dem die heutige Lauer Stiftung hervorgegangen ist, die von der Credit- und Volksbank eG ehrenamtlich verwaltet wird.

Peter Wiele, der als heutiger Kuratoriumsvorsitzender, Willibrord Lauer noch persönlich gekannt hat, erinnert sich. Willibrord Lauer war gelernter Apotheker und später Drogist im Werth. Er hatte ein sehr gewinnendes Wesen und interessierte sich sehr für sein Umfeld und die dort lebenden Menschen. Die Menschen aus Barmen kannten ihn einfach und er wurde deshalb auch ein wenig liebevoll der „Bürgermeister“ vom Werth genannt. Insbesondere für Kinder hatte Lauer ein großes Herz, denen er regelmäßig Süßigkeiten schenkte. Aber er hatte auch einen Blick auf die Menschen, denen es vielleicht nicht so gut geht. In seinem Testament verfügte er deshalb, dass sein Grundvermögen nicht verkauft werden durfte, sondern zu verwalten sei, um die Überschüsse den Menschen zukommen zu lassen, denen es nicht so gut geht, armen und alten Menschen in Barmer Heimen.

Alle Jahre wieder, meist um den Nikolaus-Tag, werden die Erträge aus der Stiftung an die bedürftigen Bewohner der Barmer Altenheime verteilt. Im Laufe der Zeit durften sich mehr als 30.000 Menschen über eine Zuwendung in der Weihnachtszeit freuen.
 
Auch in diesem Jahr stellte die Lauer Stiftung eine Summe von 65.800,-- € zur Verfügung, mit der 658 bedürftige Menschen in Barmer Altenheimen zur Weihnachtszeit bedacht werden, freut sich Gerd von der Heyde als Geschäftsführer der Stiftung.

Freude zu bereiten, ist der Anlass einer kleinen Feierstunde am 1. Dezember mit Bewohnern und Vertretern der Barmer Heime und den Vertretern der Stiftung. Auch die Vorschulkinder des St. Antonius-Kindergartens machen den Senioren einen Besuch und schenken mit ihrem Singen und Spielen zum Thema „Teilen“ der Zusammenkunft eine ganz besonders besinnliche Atmosphäre.

Über eins ist sich das Kuratorium mehr als einig. Soziale Verantwortung für bedürftige Menschen ist sehr wichtig und bleibt eine Herausforderung für unsere Stadt. Wir freuen uns, dass unsere Lauer-Stiftung hierzu einen Beitrag liefern kann, möchten aber auch an die Mitmenschlichkeit und Unterstützungsbereitschaft appellieren, die jeder einzelne von uns ergreifen kann. Es sind manchmal auch ganz kleine Dinge, die Hilfe und Freude zugleich bereiten, wie z.B. eine Geschichte vorzulesen.  




Foto: Bettina Oswald